Phase-Budget
Ein Phase-Budget ist ein explizit definiertes Zeitlimit oder Token-Limit für eine einzelne Phase innerhalb eines KI-Agenten-Workflows. Das Konzept entstammt dem GSD-Framework von Context Studios und löst eines der häufigsten Probleme bei autonomen Agenten: unkontrolliertes Wachsen von Sitzungen (Runaway Sessions), bei denen Agenten ohne Zeitbeschränkung in analyseparalytische Endlos-Loops geraten.
In der Praxis: Ein Content-Erstellungs-Agent erhält 120 Sekunden für Recherche, 300 Sekunden für Schreiben und 60 Sekunden für Qualitätsprüfung. Überschreitet eine Phase das Budget, bricht der Agent diese Phase ab, gibt das bisherige Ergebnis weiter und protokolliert die Überschreitung. So blockiert kein einzelner überlaufender Schritt die gesamte Pipeline.
Phase-Budgets sind besonders kritisch in Multi-Agent-Systemen, wo ein langsamer Teilagent die gesamte Orchestrierung verzögern kann. Sie ermöglichen präzise Kostenkontrolle: Da LLM-Inferenzkosten direkt von Token-Anzahl abhängen, begrenzen Token-Budgets maximale Kosten pro Phase.
Best Practices: Budgets großzügig, aber nicht unbegrenzt setzen. Immer einen Fallback definieren — was passiert bei Überschreitung? Budgets empirisch nach mehreren Produktionsläufen kalibrieren. Typische Token-Budgets: 2.000–20.000 Tokens pro Phase je nach Aufgabenkomplexität.