Batch-Inferenz
Batch-Inferenz bezeichnet die gebündelte Verarbeitung mehrerer KI-Anfragen in einem einzelnen Durchlauf, statt jede Anfrage sofort einzeln zu beantworten. Inputs werden gesammelt, zu Batches zusammengefasst und gemeinsam durch das Modell verarbeitet – im Gegensatz zur Real-Time-Inferenz, bei der jede Anfrage sofort einzeln beantwortet wird.
Die wirtschaftlichen Vorteile sind erheblich: KI-Anbieter wie Anthropic und OpenAI bieten Batch-APIs an, die 50–75% günstiger sind als synchrone Endpunkte. Der Grund ist bessere GPU-Auslastung – statt viele kleine Anfragen sequenziell zu verarbeiten, nutzen Batches verfügbare Rechenkapazität nahezu vollständig aus. NVIDIA Blackwell und Tensor-Kerne sind speziell auf hohen Batch-Durchsatz ausgelegt.
Typische Batch-Inferenz Use Cases: Massenübersetzung von Dokumenten, automatisierte SEO-Analyse großer Content-Bibliotheken, tägliche Zusammenfassungen von News-Feeds, Produktkatalog-Klassifizierung, Sentiment-Analyse von Kundenfeedback und nächtliche Verarbeitung von Analysedaten. Gemeinsam ist diesen Szenarien: Ergebnisse werden nicht in Echtzeit benötigt – Verzögerungen von Minuten bis Stunden sind akzeptabel.
Wichtige technische Parameter: Batch-Größe (Anzahl Anfragen pro Batch), maximale Latenz (Deadline für Ergebnisse), Fehlerbehandlung (was passiert bei einzelnen fehlschlagenden Items?) und adaptives Batching (dynamische Größenanpassung basierend auf Last und Token-Anzahl pro Anfrage). Moderne Batch-Systeme implementieren Continuous Batching für maximale GPU-Effizienz.