16 GB sind genug: die Qwen3.8-27B-GGUF-Mess-Tabelle (11,8 GB, 40 tok/s @ 5060 Ti) für den Laptop-Stack

Das IST-DASLab liefert Qwen3.8-27B als GGUF in vier Größen — von 8,4 bis 11,8 GB. IQ3_S hält 99,8 % der Basisleistung bei 4,6-facher Verkleinerung und passt auf 16-GB-Karten. Mit Messtabelle, Token-Raten und Entscheidungsregel.

16 GB sind genug: die Qwen3.8-27B-GGUF-Mess-Tabelle (11,8 GB, 40 tok/s @ 5060 Ti) für den Laptop-Stack

16 GB sind genug: die Qwen3.8-27B-GGUF-Mess-Tabelle

TL;DR: Das IST-DASLab liefert Qwen3.8-27B als GGUF in vier Größen — von 8,4 bis 11,8 GB. Die empfohlene IQ3_S-Stufe hält 99,8 % der Basisleistung bei 4,6-facher Verkleinerung und passt damit komplett auf 16-GB-Grafikkarten der Mittelklasse. Dieser Artikel bringt die Dateitabelle, gemessene Token-Raten und eine Entscheidungsregel für Batch- gegenüber interaktiven Einsatz.

Was GSQ und RCO konkret ändern

Die beiden Abkürzungen stehen für ein zweistufiges Verfahren, das die bekannten Unsloth-Dynamic-Quantisierungen bei gleicher Dateigröße schlägt.

GSQ (Gumbel-Softmax Quantization) quantisiert jeden Tensor einzeln: Es lernt die Gitter-Zuordnung pro Koordinate und die Skalen pro Gruppe gemeinsam über eine Gumbel-Softmax-Relaxierung. Der Effekt: Bei 2 bis 3 Bits pro Gewicht schließt GSQ die Lücke zwischen Scalar- und Vektor-Quantisierung, bleibt aber als Standard-GGUF in llama.cpp, Ollama und LM Studio lauffähig.

RCO (Riemannian Constrained Optimization) verteilt dann die Quantisierungstypen auf die Tensors. Die Größenbudget-Grenze wird als geglättete Riemannsche Mannigfaltigkeit im Logit-Raum formuliert, sodass per Gradient direkt auf den Task-Loss optimiert wird — ohne dass das Budget je verletzt wird.

Das Ergebnis pro Datei ist nicht uniform, sondern tensor-genau optimiert. Für den Nutzer ändert sich am Workflow nichts: Es sind normale GGUF-Dateien.

hf download ISTA-DASLab/Qwen3.8-27B-GSQ-RCO-GGUF Qwen3.8-27B-GSQ-RCO-IQ3_S.gguf --local-dir .
llama-cli -m Qwen3.8-27B-GSQ-RCO-IQ3_S.gguf -p "Explain mixed-precision quantization." -ngl 99

Die Mess-Tabelle: Fußabdruck pro Dateistufe

Die vier Releasedaten mit dem echten Durchschnitts-Bitwert der ganzen Datei. Dazu die Benchmark-Werte der Model Card gegen den BF16-Base (53,8 GB):

DateibpwGrößeAIME25GPQA-DiamondLiveCodeBench v6Einordnung
IQ2_XS2,508,4 GB96,6784,8576,57kleinste Stufe, Zero-Shot über BF16
IQ2_S2,759,3 GB100,0086,3682,29erreicht Basisniveau auf AIME25
IQ3_XXS3,0010,1 GB100,0088,8984,57starker Allround-Punkt
IQ3_S3,5011,8 GB100,0089,3985,71empfohlen: task-lossless (99,8 % Task-Schnitt)
BF16-Base16,0053,8 GB100,0089,9085,71Referenz

Drei Beobachtungen, die die Kaufentscheidung tragen:

  • IQ3_S ist der Süßpunkt. AIME25 und LiveCodeBench werden exakt reproduziert, auf GPQA-Diamond fehlen nur 0,51 Punkte — bei 4,6-facher Verkleinerung.
  • Der Vorsprung wächst bei kleinen Dateien. Auf 8,4 GB führt IQ2_XS gegen das gleich große UD-IQ2_S mit 10,00 Punkten auf AIME25 und 8,59 auf GPQA-Diamond.
  • Es gibt Extras: eine mmproj-Datei (BF16, 0,9 GB) für Vision-Eingabe und optionale -mtp-Builds (+0,35 GB) mit Multi-Token-Prediction-Head für Speculative Decoding — gleiche Qualität, mehr Tempo.

Tempo in der Praxis: 16-GB-Karten im Messvergleich

Die Model-Card-Werte sind dimensionslos; für die Geschwindigkeit zählen Community-Messungen auf echte Hardware. Gemeldete Ankerpunkte:

Karte / SettingErgebnis
RTX 5090 (Desktop-Flaggschiff)~136 tok/s mit IQ3_S, long context
RTX 5060 Ti 16 GB (Desktop)~40 tok/s im Mittel, 552 tok/s Prefill bei 112k Kontext
5060 Ti, 112k Kontext gefüllt17–30 tok/s, gegen Ende des Fensters ~25–30
RX 6800M 12 GB (Notebook)IQ3_S füllt die Karte fast (97 % bei 4K Kontext); IQ2_XS lässt ~1,3 GB Puffer

Das Muster: Zwischen 40 und 136 tok/s liegt die 27B-Klasse komfortabel über der Lesegeschwindigkeit. Bei langen Kontexten fällt die Rate, weil der KV-Cache mit wächst — Qwen3.8 ist ein Gated-Delta-Net-Hybrid mit linearem Attention in den meisten Layern, was die Kontext-Steuer gegenüber reinen Transformerarchitekturen senkt, aber nicht eliminiert.

Entscheidungsregel: 40 tok/s — reicht das?

Ja, für alles Interaktive. 40 tok/s entsprechen etwa dem Doppelten der menschlichen Lesegeschwindigkeit; Streaming-Text erscheint flüssig.

Für die Einordnung nach Einsatz:

  1. Interactive Sessions (Chat, Agent-Loops): IQ3_S auf 16-GB-Karte. Die 11,8 GB lassen 3–4 GB für KV-Cache und Aktivierungen — Kontexte bis ~100k sind damit praktisch nutzbar.
  2. Batch-Jobs (Klassifikation, Extraktion, viele Dokumente): IQ2_XS oder IQ2_S. 8,4–9,3 GB passen sogar auf ältere 12-GB-Karten mit Luft für größere Batches; die 3–4 Punkte weniger auf GPQA sind bei kurzen, formatischen Tasks selten relevant.
  3. Multimodal: jeweils die passende IQ-Stufe plus die 0,9-GB-mmproj-Datei — sie ist für alle Stufen identisch.

Der 16-GB-Punkt ist dabei die eigentliche Schwelle: Mit der alten Uniform-Quantisierungslogik brauchte ein 27B-Dense-Modell 18–20 GB. Die per-Tensor-Suche drückt es unter die Kante — und die Zuweisungen liegen als .rco-allocation.txt im Repo, also nachprüfbar.

Die Grenze: Dense-27B stößt an ihr Ende

Dense-Kompression hat eine harte Untergrenze: bei 2,5 bpw ist der Task-Schnitt nahe dem Basiswert, darunter kollabiert er. Wer mehr Parameter will, wechselt die Architektur — MoE-Modelle mit Layer-Streaming von der NVMe (z. B. 2,8T Kimi K3 über vier SSDs) umgehen die RAM-Kante, fallen aber auf ~1 tok/s. Zwischen diesen beiden Polen liegt die 27B-Dense-Klasse: ein vollständiges Modell im RAM, Messwerte im 40- bis 136-fachen der Offload-Taktung. Für die meisten Laptop-Setups 2026 ist IQ3_S damit der rationale Endpunkt.

FAQ

Welche GGUF-Datei nehme ich auf einer 16-GB-Karte? Nimm IQ3_S mit 11,8 GB, wenn du die volle Modellqualität brauchst und mit 100k–112k Kontext arbeitest. Nimm IQ2_S mit 9,3 GB, wenn du mehr Puffer für große Batches oder lange Fenster willst — es erreicht bereits das AIME25-Basisniveau. IQ2_XS ist die Wahl für 12-GB-Notebooks, wo 8,4 GB plus mmproj noch mit Luft zwischen den Layouts passt.

Ist 40 tok/s auf der 5060 Ti ein fester Wert? Nein, die Rate hängt am Kontext: zu Beginn eines Fensters wurden bis ~50 tok/s gemessen, gegen Ende bei vollem 112k-Kontext ~25–30 tok/s. Der Prefill-Durchsatz von 552 tok/s bleibt davon unberührt, weil er parallel über die Prompt-Tokens läuft. Plane also eine Spanne ein statt einer Zahl, wenn du Latenzen für Agents kalkuliers.

Brauche ich die -mtp-Variante? Wenn du llama.cpp mit Speculative Decoding fährst: ja, der MTP-Head kostet nur 0,35 GB und beschleunigt die Dekodierung messbar, ohne die Gewichte zu verändern. Die Qualität bleibt identisch, weil die Basis-Tensorzuweisung dieselbe ist. Ohne MTP-Unterstützung im Harness reicht die Standarddatei.

Was ist der Unterschied zu Unsloth-Dynamic-Quantisierungen? Beide sind per-Tensor-optimiert, aber GSQ+RCO liefern bei gleicher oder kleinerer Datei mehr Punkte: bei 8,4 GB führt IQ2_XS mit 10 Punkten auf AIME25, bei ~12 GB führt IQ3_S mit 3,33 Punkten bei 0,2 GB weniger Größe. Auf GPQA-Diamond liegt UD-IQ3_S minimal (0,51 Punkte) vorn — ein Trade-off, der bei 99,8 % Task-Schnitt praktisch keine Rolle spielt.

Wie prüfe ich die Zuweisung einer Datei selbst nach? Jede Stufe shippt eine tensor-allocation-Datei im Repo, in der der zugewiesene Quantisierungstyp pro Tensor plus das Bitwert-Histogramm steht. Damit lässt sich die Budget-Einhaltung prüfen, ohne das Modell zu laden. Ergänzend liegt die Importance-Matrix (imatrix-qwen3.8-27b.gguf, 1000 × 4096 Tokens) bei, mit der die Quantisierung reproduzierbar ist.

Sources

Artikel teilen

Share: