Zurück zum BlogVon Michael Kerkhoff, Founder & CEO

Abschied von GPT-4o: OpenAI zieht am 13. Februar den Stecker

OpenAI nimmt GPT-4o aus ChatGPT. Das Modell geht am 13. Februar 2026 in Rente.

Abschied von GPT-4o: OpenAI zieht am 13. Februar den Stecker

Abschied von GPT-4o: OpenAI zieht am 13. Februar den Stecker

Abschied von GPT-4o: OpenAI zieht am 13. Februar den Stecker steht im Mittelpunkt dieses Guides. OpenAI nimmt GPT-4o aus ChatGPT — und diesmal ist es endgültig. Nach einem holprigen ersten Versuch während des GPT-5-Launches und einer nutzergetriebenen Kehrtwende geht das Modell, das konversationelle KI für Millionen Menschen definiert hat, endgültig in Rente.

Was passiert — Abschied von GPT-4o: OpenAI zieht am 13. Februar den Stecker

Am 13. Februar 2026 werden GPT-4o, GPT-4.1, GPT-4.1 mini und o4-mini aus ChatGPT entfernt. Gespräche laufen dann automatisch über GPT-5.2. Die API bleibt vorerst unberührt.

Business-, Enterprise- und Edu-Kunden bekommen eine kurze Gnadenfrist: GPT-4o bleibt in Custom GPTs bis zum 3. April 2026 verfügbar. Danach ist Schluss auf allen Plänen.

Warum GPT-4o so wichtig war

GPT-4o war nicht einfach nur ein weiteres Modell-Update. Im Mai 2024 eingeführt, war es OpenAIs erstes wirklich multimodales Modell — Text, Vision und Audio nativ in einem. Aber was es besonders machte, war nicht die Technik. Es war das Gefühl.

Nutzer beschrieben GPT-4o durchgehend als wärmer, kreativer und natürlicher im Gespräch als seine Nachfolger. Als OpenAI es erstmals während des GPT-5-Rollouts abschalten wollte, kam der Gegenwind sofort. Kreative Schreiber, Lehrkräfte und tägliche Nutzer protestierten so laut, dass OpenAI die Entscheidung rückgängig machte.

Dieses Feedback wurde nicht ignoriert. Laut OpenAI floss es direkt in GPT-5.1 und GPT-5.2 ein — mit Verbesserungen bei Persönlichkeit, kreativer Ideenfindung und neuen Anpassungsoptionen für Ton und Stil.

Die Zahlen sprechen für sich

Trotz der emotionalen Bindung zeichnen die Nutzungsdaten ein klares Bild: Nur noch 0,1 % der täglichen Nutzer wählen GPT-4o. Die überwältigende Mehrheit ist bereits zu GPT-5.2 gewechselt, das inzwischen die Persönlichkeitseinstellungen bietet, die GPT-4o so beliebt gemacht haben.

Was sich NICHT ändert

Zwei wichtige Klarstellungen von OpenAI:

  • Voice Mode bleibt unverändert. Obwohl er ein ähnliches Basismodell nutzt, handelt es sich technisch um ein separates Modell.
  • Bildgenerierung bleibt ebenfalls bestehen. Gleiche Logik — anderes Modell unter der Haube.

Was das für Entwickler bedeutet

Wer auf der OpenAI-API aufbaut, kann durchatmen. Es gibt keine API-Änderungen im Rahmen dieser Ankündigung. Der chatgpt-4o-latest-Endpunkt hat einen separaten Abschaltungszeitplan (17. Februar 2026), aber die GPT-4o-API-Modelle bleiben verfügbar.

Allerdings ist die Richtung klar. OpenAI konsolidiert rund um GPT-5.2 als Flaggschiff, und API-Abkündigungen für ältere Modelle werden früher oder später folgen.

Das große Bild

Diese Abschaltung ist Teil von OpenAIs umfassender Modellkonsolidierung. Innerhalb weniger Monate verschwinden GPT-4o, GPT-4.1, GPT-4.1 mini, o4-mini und die GPT-5 Instant- und Thinking-Varianten — alles zugunsten von GPT-5.2.

Ein mutiger Schritt, der Vertrauen in das neueste Modell signalisiert, aber auch eine gelernte Lektion widerspiegelt: Man kann Nutzern nicht einfach Modelle wegnehmen, ohne ihnen Zeit und Alternativen zu geben, die ihre Bedürfnisse tatsächlich erfüllen.

GPT-4o hat sich seinen Platz verdient. Es hat verändert, wie Menschen über Gespräche mit KI denken. Und obwohl GPT-5.2 objektiv leistungsfähiger sein mag — es gibt etwas zu sagen über das Modell, das Millionen Menschen zum ersten Mal das Gefühl gab, ein echtes Gespräch zu führen.

Leb wohl, GPT-4o. Du warst eines der Guten.

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