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type: "BlogPosting"
title: "Navigating the Fog of War: Matt Pocock's /wayfinder Skill"
description: "Matt Pococks /wayfinder-Skill löst das „Nebel des Krieges“-Problem der KI-Planung: eine Orchestrierungsebene aus Map, Ticket und Session, die Teil-Sessions zu einem detaillierten Spec zusammenführt."
resource: "https://www.contextstudios.ai/de/blog/navigating-the-fog-of-war-matt-pocock-s-wayfinder-skill"
language: "de"
tags: ["KI-Agenten", "Context Engineering", "Developer Tools", "Matt Pocock", "Claude Code"]
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  at: "2026-10-24T15:58:40.950Z"
status: "stable"
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# Navigating the Fog of War: Matt Pocock's /wayfinder Skill

Published: 2026-09-11
Tags: KI-Agenten, Context Engineering, Developer Tools, Matt Pocock, Claude Code

![Navigating the Fog of War: Matt Pocock's /wayfinder Skill](https://wary-platypus-754.convex.cloud/api/storage/c4f1da15-8e3b-44eb-9208-bc384eb87afd)

**TL;DR:** /wayfinder ist ein Planungs-Skill für KI-Agenten, der das „Nebel des Krieges“-Problem löst: Projekte, deren Endzustand am Anfang nicht vollständig feststeht. Statt Sessions und Kontextfenster manuell zu jonglieren, übernimmt eine Orchestrierungsebene: Sie zerlegt die Planung in Teil-Sessions mit einer gemeinsamen Map und präzisen Ticket-Typen und führt alles wieder zu einem detaillierten Spec zusammen.

## Das Problem: Planung als Nadelöhr bei AFK-Agenten

Matt Pocock, Gründer von [aihero.dev](http://aihero.dev) und Betreiber eines GitHub-Skills-Repos mit über 220.000 Stars, beschreibt in einem Interview mit Latent Space den typischen Engpass seiner Arbeit: Die eigentliche Ausführung läuft bei **AFK-Agenten** (Away From Keyboard) praktisch von selbst — die Planung davor nicht.

- Die Planungs-Session muss ständig das Kontextfenster im Blick behalten: Wie viele Tokens sind verbraucht, wie tief ist die Session bereits gegangen?
- Handoffs zwischen Planungs-Threads, Prototypen und Recherche laufen manuell und fehleranfällig.
- Am Ende steht ein Spec, der zu grob ist, damit ein Agent „einfach weitermachen“ kann.

Der Ansatz von /wayfinder: Eine Orchestrierungsebene über der Planung, die diese Buchhaltung übernimmt.

## Wie /wayfinder funktioniert

Die Mechanik lässt sich auf drei präzise benannte Konzepte reduzieren — Pocock nennt sie „leading words“, weil eindeutige Vokabeln das Verhalten des Agenten stabilisieren:

1. **Map** — ein zentrales Dokument mit dem groben Überblick und allen bisher getroffenen Entscheidungen.
2. **Ticket** — die konkrete Aufgabe für eine einzelne Teil-Session.
3. **Session** — der Arbeitskontext, der Map und Ticket erhält und daraus abschließbar arbeitet.

Jede Kind-Session braucht genau zwei Dinge: das Verständnis des großen Ganzen über die **Map** und ihre spezifische Aufgabe als **Ticket**. Ein „Grilling“-Session kann so weitere Grilling-Sessions verwalten und am Ende die Ergebnisse in einem Detailgrad zusammenführen, den ein einzelner Kontext nicht leisten würde.

### Die vier Ticket-Typen

| Typ | Zweck |
|------|------|
| Grilling | Ein Planungs-Dialog, der Entscheidungen herausarbeitet |
| Prototype | Schneller Prototyp zur Verifikation eines Wegs |
| Research | Gezielte Recherche zu einem Teilaspekt |
| Task | Alles, was der Mensch tun muss und der Agent nicht kann |

Diese Taxonomie ist bewusst klein. Pocock nutzt /wayfinder dadurch nicht nur für Software: Damit lassen sich auch Kurse planen — jede Struktur aus unscharfem Ziel plus Teilentscheidungen ist kompatibel.

## Das Kernkonzept: Fog of War

„Nebel des Krieges“ meint bei Pocock zweierlei: den Zustand eines Projekts, dessen Endzustand man am Anfang **nicht** komplett festlegen kann — und die Begrenztheit einzelner Agent-Kontexte. /wayfinder reduziert beides schrittweise: Jede Session lüftet ein Stück Nebel, die Map hält die Klarheit fest, und die nächste Ticket-Generation baut darauf auf.

Der praktische Gewinn ist ein kopierbarer Workflow:

```
1. /wayfinder starten, vages Projektziel nennen
2. Map entsteht: Rahmen + offene Fragen
3. Offene Fragen als Grilling-/Research-/Prototype-Tickets auslagern
4. Ergebnisse zurück in die Map integrieren
5. Fertigen Spec in Task-Tickets für AFK-Agenten überführen
```

## Warum das Muster trägt

Der Skill ist ein Musterbeispiel für die „Skills = SOPs für Agents“-Idee: Eine dokumentierte, wiederverwendbare Vorgehensweise, die das Kontext-Management von Hand ersetzt. Wer mit Claude Code oder ähnlichen Harnesses arbeitet, kann die drei Bausteine (Map, Ticket, Session) direkt auf eigene Projekte anwenden — die Taxonomie ist harness-neutral.

Die wichtigste Lehre aus dem Interview: Präzise Namen vor cleverer Logik. Wer Map, Ticket und Session konsequent unterscheidet, bekommt weniger Drift in langen Planungs-Threads — unabhängig davon, welches Modell darunter läuft.

## FAQ

**Wofür brauche ich /wayfinder, wenn ich schon einen Spec-First-Workflow habe?**
Der Spec-First-Workflow setzt voraus, dass der Endzustand bereits bekannt ist. /wayfinder ist genau für die Fälle davor: ein vages Ziel, mehrere offene Zweige, unklare Prioritäten. Die Teil-Sessions klären die Zweige, und am Ende steht der detaillierte Spec, mit dem der normale Workflow weiterarbeitet.

**Was ist der Unterschied zwischen Map und Ticket?**
Die Map ist das übergreifende Dokument: Überblick, Kontext, alle bisher getroffenen Entscheidungen. Das Ticket ist die singuläre, abschließbare Aufgabe einer Session. Diese Trennung verhindert, dass jede Kind-Session die komplette Historie neu „erraten“ muss.

**Warum sind eigene Ticket-Typen wie Grilling und Prototype sinnvoll?**
Weil jeder Typ ein anderes Ende hat: Grilling endet mit einer Entscheidung, Prototype mit einem verifizierten Pfad, Research mit einer Antwort, Task mit einem Erledigt-Häkchen. Der Agent erkennt am Typ, welche Ausgabeform gefragt ist — das reduziert Nachfragen und Fehlausgaben.

**Lässt sich das Prinzip ohne Pococks Repo nachbauen?**
Ja, die Mechanik ist bewusst einfach: ein Map-Dokument, nummerierte Tickets, klare Namensgebung pro Ebene. Pococks Repo unter [github.com/mattpocock/skills](http://github.com/mattpocock/skills) liefert die fertige Vorlage, aber das Modell dahinter (führende Wörter plus Informationsfluss) überträgt sich in jeden Harness mit Textdateien.

**Für welche Projektgrößen lohnt sich der Skill am meisten?**
Am stärksten bei mittleren bis großen Vorhaben mit mehreren Teilentscheidungen — etwa Greenfield-Projekte, Kursformate, migrationslastige Refactors. Bei Ein-Satz-Specs ohne offene Zweige ist der Overhead unnötig; dann reicht der direkte Weg von Spec zu Task.

## Sources

- [The /wayfinder Skill: Navigating the "Fog of War" of Planning — Latent Space](https://www.latent.space/p/wayfinder-skill)
- [/wayfinder auf aihero.dev](https://www.aihero.dev/skills-wayfinder)
- [AI Skills for Real Engineers — aihero.dev](https://www.aihero.dev/skills)
- [mattpocock/skills auf GitHub](https://github.com/mattpocock/skills)
- [Matt Pocock auf YouTube](https://www.youtube.com/@mattpocockuk)

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